Sind Trinkwasserfilter sinnvoll?

Vor allem in Gegenden, in denen das Wasser sehr hart ist, kann ein Wasserfilter eine sinnvolle Investition sein. Zum Beispiel sollte dieses Wasser gefiltert werden, ehe ein Wasserkocher benutzt wird. Warum? Dieser sieht sonst binnen 3 Tagen nicht mehr schön aus und auch die Funktion kann eingeschränkt sein denn die Ablagerungen vom Kalk können die Heizfunktion beeinträchtigen. Außerdem ist es so, dass Kalk-Partikel weder im Kaffee, noch im Tee ansehlich sind.

Was für ein Trinkwasserfilter soll es werden?
Es gibt verschiedene Hersteller, die Wasserfilter anbieten wie zum Beispiel von Brita. Hier handelt es sich um eine Kanne mit einem Filter als Einsatz, in die das Wasser aus dem Wasserhahn oben eingefüllt und unten wieder entnommen wird.
Filter und Kartuschen lassen sich im Fachhandel oder im Internet beziehen und sind vom Preis her bezahlbar; wenn einem die Investition denn das Geld wert ist.
Es gibt sogar ganze Anlagen, die in die Technik eines Hauses eingebaut werden können, um das Wasser, was aus dem Wasserhahn kommt zuvor zu filtern. Hier kostet die Investition jedoch oft mehrere tausend Euro und will gut überlegt sein.
Lohnt sich das? Wie stehen Kosten und Nutzen sich gegenüber? Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Laut Aussagen von Waterly.de, einer unabhängigen Testseite für Wasserfilter lohnt sich der Kauf in der Regel, wenn man besonders hartes Wasser hat in seiner Stadt.

Vorteile eines eigenen Wasserfilters
Kaffee und Tee schmecken den meisten Menschen wesentlich besser wenn das Wasser eine weiche Qualität aufweist. Auch wenn das Wasser direkt getrunken wird, ist es angenehmer zu trinken und der Kauf von Mineralwasser entfällt. Das schont nicht nur die Geldbörse, sondern auch den Rücken und spart Platz.
Babynahrung und Pulver für Babybrei lassen sich mit gefiltertem Wasser auch besonders gut zubereiten und es schmeckt dem Nachwuchs hervorragend.
Das Wasser wird durch den Filter physikalisch gereinigt und kann so auch Haustieren besser angeboten werden. Hund und Katze mögen in der Regel kein hartes Wasser, weswegen Pfützen, Teiche und Tümpel bei diesen so beliebt sind. Soll das Tier also mehr trinken, ist der Wasserfilter eine gute Option.
Einfach ausprobieren und von den Vorteilen überzeugen lassen. Und wenn der Filter nicht den gewünschten Effekt hat wie erhofft, so hat man es zumindest ausprobiert und für sich selbst als nicht passend gewertet.

Die Funktionsweise von Meerwasserentsalzungsanlagen

meerwasser

Meerwasserentsalzungsanlagen entziehen dem Meerwasser Salz. Mithilfe dieser Anlagen wird neben Trinkwasser auch Nutzwasser für die Industrie gewonnen. Vor der eigentlichen Entsalzung durchläuft das Salzwasser zunächst mehrere grobe Filter. Durch diese Filter werden Schadstoffe und Algenreste entfernt. Eine Verringerung des Salzgehalts von Wasser ist durch verschiedene Methoden möglich. Die drei bisher etablierten Verfahren sind die mehrstufige Entspannungsverdampfung, die Membrandestillation und die Umkehrosmose. Weil sich die dabei angewendeten Techniken grundlegend unterscheiden, gibt es dementsprechend auch sehr unterschiedlich funktionierende Meerwasserentsalzungsanlagen.

Die mehrstufige Entspannungsverdampfung

Bei der mehrstufigen Entspannungsverdampfung trennen Meerwasserentsalzungsanlagen das Wasser durch Hitzeeinwirkung vom Salz. Dieses Verfahren wird mittlerweile von den meisten noch aktiven Anlagen verwendet. Dabei wird die von einem Wärmekraftwerk ausgehende Abwärme verwendet, um die Temperatur des Meerwassers auf rund 115 Grad Celsius zu erhöhen. In die Meerwasserentsalzungsanlage eingespeistes Salzwasser kühlt zunächst auf dem Weg durch Verdampfungskammern Kondensatorrohre ab und nimmt dadurch Wärme auf. Wenn das Wasser im sogenannten Brine-Erhitzer der Anlage angekommen ist, hat es seine Höchsttemperatur erreicht.

Auf dem Rückweg kondensiert der ausströmende Wasserdampf an den durch das einfließende Wasser gekühlten Kondensatorrohren. Von dort tropft das salzfreie Wasser in eine Sammelrinne der Meerwasserentsalzungsanlage ab. Der Druck in den folgenden Kammern wird von Stufe zu Stufe erhöht, damit das Wasser trotz fallender Temperaturen weiter siedet. So ist es möglich, dem Dampf immer mehr Wasser zu entziehen.

Die am Ende der letzten Kammer verbliebene Flüssigkeit verfügt über einen extrem hohen Salzgehalt und wird deswegen auch als Salzlake bezeichnet. Diese Salzlake wird durch einen Wärmeüberträger abgekühlt. Danach wird sie in den Rohrleitungen als Kühlmittel verwendet und wird schließlich wieder mit einfließendem Meerwasser vermengt. Damit dieser Kreislauf dauerhaft funktioniert, wird überschüssiges Salz in das Meer zurückgeführt. Den größten Meerwasserentsalzungsanlagen gelingt es mit diesem Verfahren, pro Tag rund eine halbe Million Kubikmeter Trinkwasser zu gewinnen.

Membrandestillation und Umkehrosmose

Bei der Membrandestillation wird in einer Meerwasserentsalzungsanlage zwischen zwei Grenzflächen eine Membran eingesetzt. Eine kältere Fläche wird dadurch von warmem Salzwasser getrennt. Durch ein Konzentrationsgefälle, ein elektrisches Feld oder eine statische Druckdifferenz werden verdampfte Wassermoleküle aus dem Meerwasser auf die andere Seite getrieben. Durch ihre Porengröße hält die Membran das flüssige Salzwasser zurück. Wasserdampf wird jedoch durchgelassen. Schließlich kondensiert auf der kalten Fläche salzfreies Wasser.

Auch bei der Umkehrosmose wird Salzwasser in einer Meerwasserentsalzungsanlage gegen die Poren einer Membran gepresst. Da hierbei der osmotische Druck überwunden wird, wird das Verfahren so genannt. Durch den Anstieg des Salzgehalts steigt jedoch auch der osmotische Druck wieder. Damit nicht irgendwann durch einen ausgeglichenen Druck der Prozess zum Stillstand kommt, ist die Abführung des Salzkonzentrats notwendig.

 

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